über darmeinlauf
Bei einem Darmeinlauf kann man sich unterschiedlicher Techniken bedienen: Der Bedeutung des Wortes „Einlauf“ am nächsten kommt der Einlauf mit Hilfe eines so genannten Irrigators. Ein Irrigator ist ein Behälter mit der in den Darm einzuführenden Flüssigkeit. Er wird erhöht aufgehängt; durch eine Leitung, deren anderes Ende wie ein Klistier in den After eingeführt wird, fließt die Flüssigkeit nach unten in den Darm des Anwenders hinein. Man kann jedoch auch so genannte Klistierpumpen verwenden, durch die kein Gefälle nötig wird, um die Flüssigkeit einzuleiten. Für kleinere Flüssigkeitsmengen eignen sich so genannte Birnspritzen, bei denen sich kleinere Mengen von beispielsweise Wasser im birnenförmigen Behälter (oftmals aus Kautschuk-Gummi gefertigt) befinden. Am unteren Ende des Behälters liegt der einer Pipettenspitze ähnliche Teil der Birnspritze, der in den Darm gesteckt wird. Durch Druck auf den kleinen Kautschukbehälter gelangt die Flüssigkeit in den Körper. Die Birnspritze gehört damit zu den so genannten Druckklistieren. Für kleinere Mengen an Einlaufflüssigkeit eignen sich auch Einmalklistiere (die zumeist jedoch nur in Kliniken verwendet werden) oder aber Mikroklistiere, in die oft nur etwa 5 bis 10 ml einer Wirksubstanz passen. Sie werden etwa bei Kindern oder bei der Bekämpfung akuter epileptischer Anfälle verwendet. Eine Zufuhr und sofortige Abfuhr der durch den Darm laufenden Flüssigkeit mitsamt allen im Darm vorhandenen und zu beseitigenden Reststoffen garantiert beispielsweise die so genannte Colon-Hydro-Therapie.
Darmeinläufe beim Heilfasten (Kleine Anleitung)
Unterschiedliche Fastenkuren setzen den Darmeinlauf unterschiedlich oft als eine Methode ein; mitunter wird er morgens einmal täglich empfohlen, ja nach Patient in Fastenkliniken aber auch seltener. Um uns anzusehen, wie so ein Darmeinlauf funktioniert, nehmen wir exemplarisch einmal einen Darmeinlauf mit einer Klistierpumpe:
Bedecken Sie Ihr Bett mit einem Badetuch oder mit Zellstofftüchern.
Füllen Sie etwa bis zu 500 ml Wasser in eine Schüssel, die Sie gut erreichbar an Ihr Bett stellen. Bei Bedarf geben Sie beispielsweise Kamillentinktur dazu, wobei Sie nach Anleitung dosieren sollten.
Die Spitze der Klistierpumpe und der After sollten mit Vaseline eingefettet werden, die Spitze sollte fest auf dem Schlauch angebracht sein, damit Schlauch und Spitze nicht während des Einlaufs voneinander getrennt werden.
Nun legen Sie sich auf Ihr Bett, am besten zunächst auf den Rücken, wobei Sie den Po mit Hilfe der Beine etwas anheben, um das Klistier einzuführen. Lassen Sie sich bei Bedarf helfen. Anschließend legen Sie sich auf die linke Seite und pumpen Sie die Flüssigkeit in Ihren Darm. Um vollständig zu wirken, sollte die Flüssigkeit auf jeden Fall sechs bis acht Minuten im Darm verbleiben.
Spüren Sie den intensiven Druck, sich zu entleeren, ziehen Sie das Klistier aus dem After und begeben Sie sich auf eine Toilette.
Säubern Sie anschließend die verwendeten Instrumente sorgfältig.